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Hallo. Hölle.

hallo hölleHallo Welt und Willkommen zum neuen Blogprojekt von mir, Pfeffer, Sergeant mit Vornamen. Das ist mein Antiklar-, Deck-,  oder Künstlername, mein Pseudonym, mein Nom de guerre. Und „all you need is love“ ist eine Lüge.

Diese Netznische ist bereits Blogprojekt Nummer 3 in meinem Leben. Begonnen hat alles vor ungefähr 8 Jahren mit den Lebenslügen und der Lohnarbeit (2006-2011). Dort ging es zunächst um den Alltag, die Nacht und den Glanz. Dann kamen die Zweifel und mit Ihnen: Befindlichkeiten. Und dann: noch mehr Befindlichkeiten, gepaart mit der Frage, wie man denn adäquat über all das schreiben kann. Das war eine Zeit lang ein sehr spannendes Format zwischen Selbsterforschung und atmosphärischen Schreibversuchen – zumindest für mich – und genau hier liegt der Haken. Die Texte wurden irgendwann reichlich abstrakt und kaum mehr für Menschen außerhalb meines engsten Umfeldes nachvollziehbar. Das Blogprojekt wurde vom Netz in Richtung Moleskine verschoben, das Moleskine verschwand bei einem Umzug und die Befindlichkeitsliteratur hat ihren Platz in meinem Leben mittlerweile auf Bierdeckeln, Bücherrändern, Taschenkalenderseiten und Post-Its gefunden. In regelmäßigen Abständen wird ausgemistet und im großen Stil vernichtet. Zeitliche Distanz hält glücklicherweise ein ganzes Arsenal erfreulicher Diagnosen bereit, wenn es um die Lektüre rotweingeschwängerter Selbstzerfleischungskritzeleien geht. Auf Platz 1: die Albernheit, gefolgt von Erbärmlichkeit und Scham.

So ganz ohne online war es aber doch recht schnell etwas fad, weshalb im März 2012 die kleine tumblr-Seite REZEPTION an den Start ging. Dieses Mal sollte freilich alles ganz anders werden, besser, reduzierter und konzentrierter. Der Untertitel des Blogs lautete „queers & queens & questionmarks“ und gab das grobe Themengebiet und die Marschrichtung vor. Um alle Befindlichkeitsfallen von Anfang an zu meiden, ging es hier eher konzeptionell zur Sache: mehr Sachlichkeit, mehr Thema, mehr Strenge, weniger Gefühlsduselei. Die ersten Posts bestanden oftmals nur aus 1, 2 Sätzen oder einem Bild. Im Nachhinein erscheint mir die Entscheidung für die englische Sprache als zusätzliches Korrektiv, vorherige Entgleisungen nicht zu wiederholen (aus akutem Unvermögen, mich auch nur ansatzweise gewählt auf englisch auszudrücken, blieben die Beiträge eher kurz). Doch auch dieses digitale Projekt – die Postingfrequenz spricht eine eindeutige Sprache – schlief gegen Ende letzten Jahres irgendwie ein.

Grund genug, die Grätsche zu machen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich mache die Beine breit und versuche mich an einem Spagat zwischen dem Alltäglichen und Konzeptionellen. Weil ohne online irgendwie ungeil ist. Also: große Kunst, kleine Fundstücke und ein bisschen Privatheit. Weniger weinerlich als bei den Lebenslügen (versprochen!) und mit mehr Rabatz und Flapsigkeit als bei der ersten Rezeptionsversion. Die Tatsache, dass Baby Nummer 3 ebenfalls auf den Namen REZEPTION hört, legt die Vermutung nahe, dass es eine größere inhaltliche Nähe zum Vorgängerblog gibt. Stimmt. Außerdem hatte ich keine Lust, wochenlang an einem neuen Domain-Namen rumzugrübeln (unveränderte Konstante bei Projekt 1, 2, 3: Faulheit).

Weitere Konstanten:

Nach wie vor soll es an dieser Stelle um Wut und Mut und Schönheit gehen. Um Meinungen, Tendenzen, Streiterei, Ober- und Unterflächlichkeiten. Um all den Kram, der mich umtreibt und in diesem lustigen Unschärfebereich zwischen Privatem und Öffentlichem regelmäßig für allerlei Aufregung sorgt.

Ich lebe in Konstanz am Bodensee und im Internet & interessiere mich für Popmusik, Printmedien, Netzthemen, Geschlechts- und Genderidentitätsfragen, Feminismus, Befindlichkeiten und Pornographie. Und, äh,  Kunst.

I hope you will enjoy the show.

Und: REZEPTION gibt es auch bei facebook.

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